Sammelband

Für eine demokratische Gesellschaft ist die kritische und plurale mediale Begleitung politischer Entwicklungen und Entscheidungen eine unverzichtbare Säule – Bürger*innen müssen sich über die Veränderung ihrer Lebensumstände informieren können. Während die gesellschaftliche Verantwortung von demokratischen und unabhängigen Medien zusehend steigt, vertieft sich die krisenhafte Entwicklung ihres eigenen Tätigkeitsbereiches. Diese reicht von Herausforderungen der Finanzierung, zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung über Krieg, zu Einschnitten in die Pressefreiheit bis hin zu einer allgemeinen Orientierungslosigkeit über die strategische Entwicklung von Formaten, die Menschen tatsächlich in ihrem Alltag konsumieren.

Während in den letzten Monaten bereits vereinzelt Beiträge zu dieser Frage erschienen sind, gibt es wenige Versuche eine kollektive Debatte unter Medienschaffenden zu führen. Deswegen arbeiten wir an einem Sammelband, der dieser noch ungeordneten Debatte einen Raum gibt und die Perspektiven unterschiedlicher unabhängiger und demokratischer Medienschaffender zusammenbringt. Damit soll sich auch drängenden Fragen, wie einem neuen kritischen Medienverständnis, Strategie, Medienkritik und der Notwendigkeit konkreter Projekte angenähert werden. Dabei werden nicht nur Perspektiven von einzelnen Medien dargestellt, sondern vor allem kollektive Ansätze und Ziele von demokratischen Medien herausgearbeitet.

Der Sammelband ist im Zusammenspiel mit der zweiten SAGEN-WAS-IST-Tagung im September 2026 konzipiert. Bei dieser sollen die Autor:innen, ihre Beiträge vorstellen und anschließend gemeinsam mit dem Fachpublikum diskutieren. Der Sammelband soll demnach nicht nur gelesen, sondern auch aktiv diskutiert werden. Diese persönlich geführten Debatten sollen bis zur Erscheinung im Jahr 2027 Eingang in den Sammelband gefunden haben. Anschließend planen wir mit dem Sammelband auf Lesetour im Jahr 2027 zu gehen.